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Region muss keine Krankenhäuser schließe
erstellt von: Aufpasser
# 13.05.2015 - 07:32:36
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Quelle: http://www.linke-und-piraten-region...n/SPOT/sopt-web-ausgabe-05-2015.pdf

Klinikum
Die Gruppe LINKE & PIRATEN kritisiert die überhastete Entscheidung des Aufsichtsrats des
Klinikums der Region und der Mehrheit von SPD und Grünen in der Regionsversammlung, die drei Krankenhäuser in Springe, Lehrte und Großburgwedel dichtzumachen, als unverantwortlich. Der Beschluss erging Ende vergangenen Jahres, ohne
vorher die betroffenen Städte und die Beschäftigten nennenswert einzubinden. „So eine wichtige Entscheidung darf man nicht in wenigen Wochen übers
Knie brechen“, kritisiert Michael Fleischmann, Vorsitzender der Gruppe LINKE & PIRATEN. Dabeihätte die Region als Eigentümerin des Klinikums, zu
dem bisher zwölf Krankenhäuser in Hannover und
im Umland gehören, genug Geld, um die Schließungen abzuwenden.
Geld für Rettung ist genug da.
Vor zwei Jahren erzielte die Region einen Überschuss von 55,4 Millionen Euro in ihrer Kasse. Man spricht dabei auch vom Haushaltsüberschuss, der
mit einem Unternehmensgewinn vergleichbar ist.
LINKE & PIRATEN fordern, dieses Geld zu zwei Dritteln ins Klinikum zu geben, der Rest soll in den Schuldenabbau der Region fließen. Der Haushaltsüberschuss fürs vergangene Jahr wird nach Angaben der Finanzverwaltung noch einmal bei mehr als 50
Millionen Euro liegen. Dieses Geld wollen wir komplett ins Klinikum geben. Zusammen mit der von der Region schon gemachten Eigenkapitalerhöhung
von 15 Millionen Euro im vergangenen Jahr und weiteren geplanten 15 Millionen Euro im laufenden Jahr würde das Klinikum der Region so kurzfristig
mehr als 100 Millionen Euro erhalten. Damit wäre für die nächsten Jahre die „Kuh vom Eis“. Und es wäre wertvolle Zeit gewonnen, um zusammen mit
den Beschäftigten und den Städten und Gemeinden
ein tragfähiges Zukunftskonzept ohne Schließungen und Privatisierungen zu entwickeln.
Krankenhaus-Neubau ist unausgegorene Beruhigungspille
Mit dem Beschluss von SPD und Grünen geht jetzt nicht nur die wohnortnahe medizinische Versorgung im südlichen und nördlichen Regionsgebiet
flöten. LINKE & PIRATEN kritisieren auch den
geplanten Krankenhaus-Neubau irgendwo im östlichen Regionsgebiet als komplett unausgegoren. Im Gespräch ist Lehrte. Bisher geht die Klinikumsgeschäftsführung für den Neubau von Investitionskosten von 200 Millionen Euro aus. Selbst wenn das
Land maximal 50 Prozent dieser Kosten übernimmt,
muss das Klinikum noch 100 Millionen Euro plus Zinsen und Tilgung aufbringen.
Wenn das Klinikum dieses Geld günstig bekommt bei drei oder vier Prozent Zinsen und einer jährlichen Schuldentilgung von zwei oder drei Prozent – ergibt sich eine finanzielle Belastung von sieben Prozent pro Jahr. Bei 100 Millionen Euro Investitionskosten, die beim Klinikum verbleiben, müssen dann sieben Millionen Euro pro Jahr eingespart werden, um den Neubau zu bezahlen. Das wird
nach Angaben von Insidern nur durch viel Personalabbau hinzubekommen sein und damit noch mehr Arbeitsverdichtung für die verbleibenden Beschäftigten. Denn die Kosten im Krankenhausbetrieb bestehen zu 70 Prozent aus Personalkosten. Außerdem
werden die geplanten Kosten bei solchen Projekten erfahrungsgemäß immer deutlich überschritten.


Quelle: http://www.linke-und-piraten-region...n/SPOT/sopt-web-ausgabe-05-2015.pdf


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